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Uganda – Afrikas wilde Perle

Muskelbepackter Kletterkünstler: Im Gegensatz zu den baumkletternden Löwen ist das Leben auf Bäumen für den Leoparden völlig natürlich

Von den Berggorillas im Regenwald zu den Tierherden der Savanne

Seit zwei Stunden marschiert die kleine Wandergruppe bergauf. Gelegentlich prasselt ein Regenschauer vom Himmel. Der Pfad ist schlammig, steil, unwegsam und dicht bewachsen. Mancher ist froh über die Gartenhandschuhe an seinen Händen, die beim Griff ins Dornengeäst vor Verletzungen schützen. Es ist ein Abenteuer – aufregend, einmalig, unvergesslich –, aber kein Spaziergang.

Wir sind im Bwindi Impenetrable National Park im Südwesten Ugandas. Ganz vorne an der Spitze der Gruppe laufen ein Spurensucher und ein Mitarbeiter, der den Weg durch das Dickicht freischlägt. Sie lotsen die Gäste durch den Tropenwald, der sich auf einer Höhe zwischen 1160 und 2600 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt. Dabei halten sie nach Schlafnestern im Dickicht und nach Abdrücken von Händen und Füßen im Boden Ausschau, die menschlichen erstaunlich ähneln.

Die Gruppe ist auf der Suche nach einer Berggorilla-Familie. Die Begegnung mit den sanften Riesen ist für viele Besucher einer der Höhepunkte einer Reise durch das Land im Herzen Afrikas.

Ein Silberrücken beobachtet die Besuchergruppe und hat gleichzeitig seine Familie im Blick. Die sanften Riesen wiegen zwischen 140 und 200 Kilo

Im Bwindi Impenetrable Nationalpark lebt etwa die Hälfte der weltweit noch verbliebenen Berggorillas. Bei der letzten veröffentlichten Bestandsaufnahme in Bwindi-Sarambwe, die 2018 durchgeführt wurde, wurden 459 Tiere gezählt. Zusammen mit den Ergebnissen der Bestandsaufnahme im Virunga-Massiv aus dem Jahr 2015 wurde der weltweite Bestand an Berggorillas auf streng geschützte 1063 Tiere geschätzt. Er ist mit Abstand der beliebteste Park für das Gorilla-Tracking. In Bwindi gibt es mehr als 20 an Menschen gewöhnte Berggorilla-Gruppen, die sich auf die vier Trekking-Sektoren Buhoma, Ruhija, Rushaga und Nkuringo verteilen. Allerdings stehen nicht alle an Menschen gewöhnten Gruppen für Touristenbesuche zur Verfügung, da einige nur von Forschern und Naturschützern besucht werden dürfen. Die Besucher werden gemäß den Genehmigungsbestimmungen des Parks bestimmten Reisegruppen zugewiesen.

Jede Gorillafamilie darf täglich nur eine Stunde lang von maximal acht Gästen besucht werden. Vor dem Aufbruch erklärt jeder Ranger der Gruppe die Verhaltensregeln. Dazu gehört, gemäß den aktualisierten Richtlinien der Uganda Wildlife Authority einen Mindestabstand von zehn Metern zu den Tieren einzuhalten – auch wenn dies nicht immer möglich ist, wenn sich die Gorillas plötzlich nähern. In diesem Fall sollten die Wanderer ruhig bleiben, den Anweisungen ihres Rangers folgen und plötzliche Bewegungen sowie den Versuch, die Tiere zu berühren, vermeiden. 

Und dann sind sie plötzlich da: Zweige knacken, Blätter rascheln, und ein muskelbepackter Silberrücken (so heißen die erwachsenen männlichen Tiere mit silbern verfärbtem Rückenhaar) taucht gemeinsam mit mehreren Weibchen und einer Schar Babys mit großen, schwarzen Augen im Unterholz am Rand einer Lichtung auf.

Der etwa 200 Kilo schwere Chef bricht mühelos einen armdicken Ast und fixiert die im Gras kauernde Gruppe. Sein tiefes Grummeln lässt die regennasse Luft vibrieren. Alle erstarren, niemand spricht ein Wort. Doch der Ranger flüstert lächelnd: Das Grummeln bedeutet gute Laune. Und tatsächlich: Der Silberrücken rollt sich genüsslich auf den Rücken und kaut an seiner Bambusstange.

Die Begegnung mit den Berggorillas ist ein atemberaubendes Erlebnis.

Hier könnt ihr die Tour zu den Berggorillas in Uganda mit einem erfahrenen Touranbieter buchen*:

https://privatetripuganda.com/request-a-trip/?ref=JGS219

Ein Silberrücken im Bwindi Nationalpark nimmt die Gäste in Augenschein
Ein Gorillaweibchen und ihr Nachwuchs
Zwei Baby-Gorillas in Bwindi

Doch Uganda hat noch viel mehr zu bieten. Das Land ist ein traumhaftes und heute auch für Rundreisende gut erschlossenes Reiseziel – insbesondere, wenn man seine Safari mit einem erfahrenen, ortskundigen Touranbieter unternimmt.

Uganda ist flächenmäßig etwa so groß wie Großbritannien und gleicht einem einzigen wunderschönen Garten. Schon Winston Churchill schwärmte in seinem 1908 veröffentlichten Buch „My African Journey“ von der außergewöhnlichen Vielfalt des Landes. Er bezeichnete das damalige Königreich Uganda als „Märchenland“ und prägte angesichts seiner außergewöhnlichen Naturvielfalt den bis heute berühmten Beinamen „Perle Afrikas“ („Uganda is truly the pearl of Africa.“).

Mit komfortablen Allradfahrzeugen geht es bei Private Trip Uganda auf Safari
Ein Gorilla-Weibchen sitzt im Dickicht und lässt es sich schmecken. Die Tiere sind Pflanzenfresser

Tatsächlich gibt es hier weit mehr als die dichten tropischen Wälder mit Gorillas, Schimpansen und anderen Affenarten im Bwindi Impenetrable National Park und im Vulkangebiet der Virungas. Zu den Naturwundern zählen auch die spektakulären, tosenden Wasserfälle des Nils, die großen Seen im Zentralafrikanischen Grabenbruch – darunter der Victoriasee, Afrikas größter See – sowie die ausgedehnten Savannenlandschaften mit ihren Tierherden im Queen Elizabeth National Park.

Unter Ornithologen gilt Uganda zudem als wahres Vogelparadies. Hier lässt sich unter anderem der außergewöhnliche Schuhschnabel beobachten, ein bis zu 1,50 Meter großer, imposanter Vogel mit einem gewaltigen, schuhförmigen Schnabel.

Der Kibale-Nationalpark im Westen des Landes ist bekannt für seine vielen Schimpansen
Ein seltener Riese, der zurückgezogen in den Sümpfen lebt, etwa 1,50 Meter groß ist und eine Flügelspannweite von bis zu 2,60 Meter hat: der Schuhschnabel

Auf Safari zu Löwen, Leoparden und Elefanten

Eines der spannendsten Schutzgebiete ist der Queen Elizabeth National Park am Fuße des Rwenzori-Gebirges. In seiner Nähe erhebt sich das bis zu 5109 Meter hohe Rwenzori-Massiv mit dem Mount Stanley.

Wer hier am frühen Morgen mit einem Allradfahrzeug auf Safari über die roten Lehmpisten fährt, kann Großkatzen aus nächster Nähe beobachten. Die Ranger wissen ganz genau, wann sie Gas geben müssen, damit ihre Gäste rechtzeitig beispielsweise an einem Kaktusbaum eintreffen, in dessen stacheligen Ästen ein Leopard hockt und mit bernsteinfarbenen Augen die Umgebung fixiert.

Doch manchmal ist die schöne Katze nicht der Jäger, sondern selbst in Gefahr. Etwa dann, wenn unter dem Baum Löwen im Gras dösen und nur darauf warten, dass ihre Beute herabsteigt. Schließlich können auch Löwen selbst auf die Idee kommen, den Baum zu erklimmen. Denn im südlichen Ishasha-Sektor des Queen Elizabeth National Park sind die Löwen dafür berühmt, ihre Ruhepausen mit Aussicht in den Baumkronen zu verbringen.

Doch dann knackt sicher bald wieder das Funkgerät des Rangers und ein Kollege rät zur Weiterfahrt: Nicht weit entfernt plantscht eine Elefantenfamilie in einem Wasserloch …

Uganda – die Perle Afrikas – bietet eine unvergessliche Safari voller außergewöhnlicher Tierbegegnungen und faszinierender Landschaften.

Uganda gilt als Vogelparadies: hier Graue Kronenkraniche
Tiefenentspannt: Baumkletternde Löwen gibt es nur an wenigen Orten in Afrika wie im Ishasha-Sektor im Queen-Elizabeth-Nationalpark. Sie hängen meist in Maulbeerfeigenbäumen und Akazien in der Mittagszeit ab
Im Ziwa Rhino Sanctuary bietet eine geführte Wandersafari die seltene Gelegenheit, südliche Breitmaulnashörner auf Augenhöhe zu fotografieren

Weitere Informationen

Rundreise: Eine empfehlenswerte zehntägige Rundreise mit einem erfahrenen Touranbieter aus Uganda (Private Trip Uganda) ist im hier hinterlegten PDF beschrieben. Die Preisangaben gelten für eine Gruppe von bis zu zwölf Personen. Die Permits für das Gorilla-Tracking, die je nach Jahreszeit zwischen 600 und 800 US-Dollar pro Person kosten, sind bereits im Reisepreis enthalten. Ebenso die Unterkünfte, Mahlzeiten und sämtliche Leistungen während der Rundreise. Lediglich die Flüge kommen noch hinzu. Ab und bis Flughafen Entebbe ist alles organisiert.

Hier gehts zur Safari:

https://privatetripuganda.com/request-a-trip/?ref=JGS219

*Hinweis: Bei Buchung über meinen Blog erhalte ich eine Provision. 

Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit für ein Gorilla-Trekking sind die beiden Trockenzeiten von Juni bis August sowie von Dezember bis Februar. In diesen Monaten herrschen die günstigsten Bedingungen für eine Trekkingtour durch den dichten Regenwald, beispielsweise im Bwindi Impenetrable National Park oder im Mgahinga Gorilla National Park. Die steilen Berghänge sind anspruchsvoll, doch während der Trockenzeit sind die Pfade deutlich weniger schlammig und rutschig.

In der Nebensaison von März bis Mai sowie von September bis November herrscht Regenzeit. Die Landschaften präsentieren sich dann in intensivem Grün und es sind weniger Touristen unterwegs. Allerdings können starke Regenfälle die Straßenverhältnisse erheblich verschlechtern und das Wandern auf steilen, rutschigen Pfaden körperlich sehr anstrengend machen.

Anreise: Zum Beispiel ab/bis Stuttgart nach Entebbe mit Turkish Airlines ab ca. 650 Euro.

Gesundheit: Seit September 2026 müssen Reisende als Einreisebedingung keinen Gelbfieber-Impfnachweis mehr vorlegen. Eine Gelbfieberimpfung wird jedoch zum Schutz der eigenen Gesundheit nach wie vor dringend empfohlen, da die Krankheit in Uganda vorkommt. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt von ihrem Arzt beraten zu lassen. Empfehlenswert sind außerdem eine Malariaprophylaxe sowie Impfungen gegen Hepatitis A und B. Auch der Impfschutz gegen Polio, Diphtherie und Tetanus sollte überprüft werden. Auf ausreichenden Mückenschutz achten!

Sicherheit: Das Auswärtige Amt rät von Reisen in das Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo (bis zu 20 Kilometer vom Grenzverlauf entfernt) sowie in den Semliki-Nationalpark ab. Aktuelle Hinweise unter www.auswaertiges-amt.de. Die im Rahmen der Rundreise mit dem Touranbieter Private Trip Uganda besuchten Orte gelten aber als sicher.

Einreise: Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum. Dieses kann ausschließlich online über das Uganda E-Immigration System beantragt werden.

Foto- & Video Credit: Private Trip Uganda

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