
Mit dem vierbeinigen Liebling auf Donaukurs
23. Mai 2026Zwei olivbraune Augen starren uns regungslos an. Nur eine Armlänge trennt unser Kanu von einem Krokodilkaiman, der auf einem Baumstamm am Ufer liegt. Für einen Moment wagt niemand zu atmen. Dann gleiten wir lautlos weiter durch den dichten Regenwald von Tortuguero. Es ist einer jener Augenblicke, die Costa Rica so besonders machen.
Genau dieses Lebensgefühl begleitet mich auf zwei Reisen quer durch das kleine mittelamerikanische Land – einmal mit dem Auto durch den Norden, später unter Segeln entlang der Pazifikküste bis nach Panama. Für mich war es ein Reisetraum und vielleicht kann ich euch auch begeistern.
- Mit Herzklopfen gleiten wir im Kanu am auf einem Baumstamm dösenden Krokodilkaiman vorbei, während die Fotografin dieses fantastische Foto macht
Costa Rica ist zwar nur etwa so groß wie das deutsche Bundesland Niedersachsen, doch kaum ein anderes Land vereint auf so kleiner Fläche eine vergleichbare Vielfalt an Natur. Zwischen Pazifik und Karibik warten Nebelwälder, aktive Vulkane, palmengesäumte Traumstrände, türkisfarbene Flüsse und eine Tierwelt, die ihresgleichen sucht. Mehr als ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz – ein Paradies für Naturliebhaber. Los gehts!
Über Hängebrücken durch ein grünes Naturwunder
Bis auf Vogelgezwitscher ist es fast vollkommen still. Nur hin und wieder durchbricht der kräftige Flügelschlag eines Reihers die Ruhe. Gemeinsam mit einer Fotografin, die bewundernswert gelassen ihre kiloschwere Kameraausrüstung durch die tropisch-feuchte Hitze schleppt, sitze ich in einem Kanu auf dem Fluss Penitencia bei Tortuguero an der nördlichen Karibikküste.
Um uns herum ragen rund 30 Meter hohe grüne Urwaldwände empor. Palmen, Lianen und Würgefeigen spiegeln sich beinahe unwirklich auf der glatten Wasseroberfläche. Kapuzineräffchen turnen durch die Baumkronen, während handtellergroße blaue Morphofalter lautlos über den Fluss gleiten. Rhythmisch paddeln wir durch das grün-braun schimmernde Wasser, bis sich der Fluss verzweigt und immer schmaler wird. Kentern möchte hier niemand. Warum, wird uns nur wenige Minuten später klar.
Die Fotografin entdeckt sie zuerst: zwei olivbraune Augen. Ein Krokodilkaiman liegt regungslos auf einem Baumstamm – kaum eine Armlänge von unserem Kanu entfernt. Für einen Moment erstarren wir. Dann gleiten wir langsam und mit gehörigem Respekt an dem Reptil vorbei zurück in einen breiteren Flussabschnitt.
- Palmen, Lianen und Würgefeigen: Der Urwald im Tortugero Nationalpark türmt sich wie meterhohe Wände rund um die verzweigten Lagunen und Kanäle
- Sonnenbad auf einem Busch im Lodge-Park in Tortugero: Etwa 1,30 m lang ist der Leguan
Plötzlich zerreißt ein heiseres, tiefes Brüllen die Stille – ein archaischer Laut, der kilometerweit zu hören ist. Hoch oben in den Baumkronen halten Schwarze Brüllaffen offenbar eine lautstarke Familienkonferenz ab. Unser Guide Enrique Balsevicius Uquillas stoppt sein Kanu, zieht schmunzelnd sein Handy hervor und nimmt das Schauspiel auf. „Das wird mein neuer Klingelton“, sagt er lachend.
Mit Enrique reisen wir zehn Tage lang von der Hauptstadt San José aus durch den Norden Costa Ricas. Unsere erste Station ist der Tortuguero-Nationalpark, ein weit verzweigtes Labyrinth aus Lagunen, Flüssen und Kanälen mitten im Regenwald vor der Karibikküste. Das abgelegene Gebiet mit seinem kleinen, verschlafenen Ort ist ausschließlich per Boot erreichbar – beispielsweise von La Pavona aus über den Río Suerte.
- Mit diesen Taxibooten erreicht man Tortugero an der nördlichen Karibikküste
- Ein Brüllaffe blickt vom Baum ins Hotelzimmer in Nosara – mal ganz ohne Gebrüll
Schon auf der Anreise entdecke ich Tiere, von denen ich nie geglaubt hätte, sie einmal in freier Wildbahn zu sehen – etwa den Stirnlappenbasilisken. Die smaragdgrüne Echse trägt nicht umsonst den Spitznamen „Jesus-Echse“: Auf der Flucht kann sie blitzschnell über die Wasseroberfläche laufen.
Wir beobachten pechschwarze Schlangenhalsvögel, die mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne trocknen, farbenprächtige Zimtspechte sowie Tukane, Aras, Tapire und Nasenbären. Besonders begeistert mich jedoch der Erdbeerfrosch. Leuchtend rot, kaum größer als ein Gummibärchen, sitzt er gut getarnt im Unterholz. Ohne Enriques geschulten Blick hätten wir den Winzling glatt übersehen.
Auch Pumas und Jaguare leben hier – doch die scheuen Raubkatzen zeigen sich uns leider nicht.
- Blaue Beine, roter Körper und klein wie ein Gummibärchen: der Erdbeerfrosch
- Faszinierend: Ein pechschwarzer Schlangenhalsvogel mit leuchten blauen Augen trocknet sein Gefieder
- Ein Gute-Laune-Abenteuer: Mit der Fotografin Julia Babilon bin ich im Kanu in Tortugero unterwegs
Costa Rica, ein Land ohne Armee und seit Jahrzehnten ohne Krieg, setzte früh auf nachhaltigen Tourismus – neben dem traditionellen Anbau von Ananas, Bananen und Kaffee. Mehr als ein Viertel der Landesfläche steht heute unter Naturschutz. Passend dazu lautet das Lebensmotto der freundlichen Ticos – wie sich die Costa-Ricaner selbst nennen – „Pura Vida“ („reines Leben“). Es ist Grußformel, Lebensphilosophie und Markenzeichen zugleich. Der Spruch prangt auf T-Shirts, Kaffeebechern und Hausfassaden, und selbst Taxifahrer verabschieden ihre Fahrgäste mit einem herzlichen „Pura Vida“.
Ganz unbeschwert ist das Leben hier allerdings nicht. Costa Rica liegt auf einer wichtigen Route des internationalen Kokainschmuggels von Süd- nach Nordamerika. Deshalb sind viele Häuser und Terrassen mit hohen Gittern gesichert. Hinzu kommen eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und vergleichsweise hohe Lebenshaltungskosten. Costa Rica gilt als das teuerste Land Mittelamerikas. Dennoch liegt das allgemeine Preisniveau etwa 20 Prozent unter dem Deutschlands – in touristischen Regionen aber sind Restaurants und Nationalparks deutlich teurer als der Landesschnitt.
Wir verlassen die Karibikküste und fahren hinauf ins Hochland, das sich wie eine gewaltige Wirbelsäule durch das Land zieht. Nebelwälder, Wasserfälle, heiße Quellen, Hängebrücken und der perfekt kegelförmige Vulkan Arenal bei La Fortuna machen die Region zu einem Paradies für Outdoor-Fans. Ob Wandern, Ziplining durch die Baumkronen, Windsurfen auf dem Arenal-See oder Entspannen in heißen Thermalquellen mit Blick auf den Vulkan – hier kommt jeder Naturliebhaber auf seine Kosten.
- Im Moment schlummert der Schichtvulkan Arena. Nach 400 Jahren Tiefschlaf hat er 1968 wieder Asche und glühende Felsbrocken gespuckt und zwei Dörfer begraben. Bis 2010 rumorte er, seitdem wird er überwacht. Besteigen darf man ihn nicht.
- Abenteuer im Nationalpark Arenal rund um den gleichnamigen Vulkan: Beim Ziplining in Baumwipfelhöhe und von einer Aussichtsplattform in Form einer Hand locken atemberaubende Ausblicke auf den Arenal-See
- Dschungel-Magie im Tenorio Nationalpark:Die faszinierende türkisfarbene Färbung des Rio Celeste entsteht durch ein optisches Phänomen: Spezielle Mineralien verbinden sich mit saurem Wasser, wodurch Sonnenlicht reflektiert wird
- Im Arenal Manoa Hot Springs Resort schwimmt man mit Vulkanblick
Fast noch märchenhafter finde ich jedoch den Tenorio-Nationalpark weiter nördlich. Wir wandern durch einen nebligen Regenwald, in dem jedes Blatt durch die Nässe glänzt, als wäre es frisch lackiert. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen: Der kleine Rotaugenlaubfrosch ruht perfekt getarnt auf feuchten Blättern und scheint von der Welt nichts wissen zu wollen.
Dann erreichen wir den Wasserfall des Río Celeste. In einem fast unwirklichen Türkis stürzt das Wasser in die Tiefe und schlängelt sich anschließend durch den dichten Regenwald – ein Anblick wie aus einem Märchen.
Im nahe gelegenen Dorf Río Celeste betreibt David Quesada mit seiner Familie ein kleines Restaurant und bietet Ausritte zu Pferd an. Also Helm auf und ab in den Sattel. Über schmale Sandpfade reiten wir hinunter zum Fluss. Da wir uns außerhalb des Nationalparks befinden, dürfen wir sogar im türkisfarbenen Wasser baden. Anschließend schaukeln wir auf einer riesigen Dschungel-Schaukel bis über die Baumwipfel und reiten weiter zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den gewaltigen Nicaraguasee des Nachbarlandes.
- Rauschend stürzt das türkisfarbene Wasser in die Tiefe: Eine Wanderung durch den Nationalpark Tenorio zum Wasserfall des Rio Celeste sollte auf dem Programm stehen
- Dschungel-Magie am Fuß des Arenals: Hier locken Wanderwege mit erkalteter Lava und heiße Quellen
- Zu Pferd sind Julia, die Fotografin, und ich durch das Hügelland am Rio Celeste unterwegs
Ein Ausflug, den ich uneingeschränkt empfehlen kann – ebenso wie das privat geführte Schutzgebiet Spring Paradise Bijagua ganz in der Nähe. Dort begegnen wir endlich dem wohl berühmtesten Bewohner Costa Ricas: dem Faultier. Außerhalb der Natur kennt man es meist nur als Plüschtier aus Souvenirshops. Am Flughafen in San José lächelt es von Plakaten und lockt als Schlüsselanhänger oder auf Kaffeetassen. In freier Wildbahn hängen die Tiere am liebsten in den meterhohen Ameisenbäumen und machen ihrem Namen alle Ehre. Höchstens 40 Meter Bewegung am Tag, rund 18 Stunden Schlaf und nur einmal pro Woche klettern sie vom Baum, um ihr Geschäft zu verrichten – ein entspanntes Dasein.
Doch als wäre das Faultier nicht genug, kreuzt wenig später ein selten zu beobachtender Tapir unseren Weg, während Tukane auf Muskatbäumen die Nüsse verzehren.
- Das auffälligste Merkmal eines Tukans ist sein farbenprächtiger Schnabel
- Bildhübscher Piepmatz in gestochen scharfer Nahaufnahme: ein Zimtspecht mit zimtfarbenem Kopf
Dann rein ins Auto und nach gut drei Stunden Fahrt – teilweise auf der legendären Panamericana – erreichen wir schließlich Nosara auf der Nicoya-Halbinsel. Das kleine Küstenörtchen am Pazifik ist ein Paradies für Surfer. Überall sind Leute in Flipflops und Shorts unterwegs, entweder auf dem Weg zu den langgezogenen, hohen Wellen oder zum palmengesäumten Playa Guiones, wo sie den glutroten Sonnenuntergang mit einem kühlen Bier feiern.
- Eine traumschöne Szenerie: Die Pazifikwellen brechen sich im orangefarbenen Sonnenuntergangslicht am Strand von Nosara und eine Surferin wartet auf den perfekten Moment
- Der junge, niedliche „Spiderman“ ist ein Totenkopfaffe, der neugierig in die Kameralinse schaut, während seine Mutter versucht, ihn zu sich zu ziehen
- Die fast unberührten Strände auf der Nicoya-Halbinsel lassen keine Wünsche offen
- Pick-ups, Quads und Pferde sind häufig auf den Straßen unterwegs
- Ananas, Mangos oder Bananen frisch geerntet: Die Straßen sind von Obstständen gesäumt
Die Fotografin und ich beziehen unsere Zimmer im kleinen Boutiquehotel Olas Verdes, nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Die nächsten Tage verbringen wir fast wie Faultiere – nur etwas aktiver: Wir baden, surfen in den angenehm warmen Pazifikwellen und beginnen den Morgen mit Yoga im Dschungel. Dazu gibt es eisgekühlte Horchata, fangfrische Ceviche und zum Frühstück natürlich Gallo Pinto – Reis, schwarze Bohnen, Rührei und süße Kochbananen. Pura Vida!
Und weiter geht’s zum nächsten Abenteuer ...
Unter Segeln entlang der Pazifikküste bis nach Panama
Tausende Sterne funkeln am Nachthimmel und wetteifern mit den Lichtern in den vier 63 Meter hohen Masten der Star Clipper. Kapitän Ante Basica gibt das Kommando zum Segelsetzen. Die Matrosen leisten Schwerstarbeit, ziehen die dicken Taue über glänzende Messingwinden. Langsam richten sich die gewaltigen Vorsegel und die fünf Rahsegel am Bug auf. Der Wind füllt das Tuch – und mit einem leisen Rauschen gleiten wir hinaus auf den Pazifik vor Costa Rica.
- Die Crew der Star Clipper winkt vom Klüverbaum den Gästen in Zodiacs auf dem Pazifik vor Panama zu
- Am kilometerlangen, von Palmen gesäumten Sandstrand in Puntarenas sind vor allem Ticos unterwegs
Eine Woche lang genieße ich Abend für Abend diesen Gänsehautmoment, wenn der Anker gelichtet wird und das Schiff über Nacht unter Segeln Kurs auf das nächste Ziel nimmt. Die 115,5 Meter lange Star Clipper gehört zu den größten Passagiersegelschiffen der Welt und stellt sogar das Segelschulschiff der Deutschen Marine, die Gorch Fock mit ihren 89 Metern Länge, deutlich in den Schatten.
Die 84 maritim eingerichteten Kabinen – die meisten mit Bullauge – bieten Platz für maximal 170 Gäste. Wer hier an Bord geht, erlebt Kreuzfahrt einmal anders: Statt riesiger Unterhaltungskomplexe bestimmen Wind, Wellen und Segel den Rhythmus. Dazu kommen eine gute Küche, die entspannte Atmosphäre an Deck und in der Bar, zwei kleine Pools sowie zahlreiche Wassersportmöglichkeiten wie Schnorcheln, Kajakfahren, Wasserski oder Tauchen. Wer möchte, startet den Tag mit einer Morgengymnastik an Deck.
Die Atmosphäre an Bord ist angenehm ungezwungen und persönlich. Kein Wunder also, dass rund die Hälfte der internationalen Gäste bereits zum wiederholten Mal mit der Star Clipper unterwegs ist.
- Prachtvoller Anblick: die Star Clipper unter Segeln
- Ein Anblick fast wie eine Zeitreise in ein zurück liegendes Jahrhundert: Die Matrosen setzen die Segel der Star Clipper
Auftakt in der Hafenstadt Puntarenas
Pelikane, Fregattvögel und Rabengeier kreisen über dem Hafen von Puntarenas oder sitzen auf den Dächern der Lagerhallen. Zum Auftakt der Kreuzfahrt bleibt Zeit für einen Bummel durch den einst bedeutendsten Pazifikhafen Costa Ricas, von dem früher Kaffee, Bananen und Ananas in alle Welt verschifft wurden. Heute hat Puntarenas diese Rolle längst an den modernen Hafen Puerto Caldera weiter südlich abgegeben.
Die tropische Schwüle drückt. Viele Gäste lassen den ersten Tag deshalb entspannt am Pool ausklingen – natürlich mit einem eiskalten Ankerbier in der Hand.
Am nächsten Morgen wird es spannend. Die Star Clipper nimmt Kurs nach Süden. Entlang der Küste wechseln sich sattgrüne Regenwälder mit dunklen Sandstränden und einsamen Buchten ab. Schließlich erreichen wir Quepos, den Ausgangspunkt für den berühmten Manuel-Antonio-Nationalpark.
Obwohl der Park mit knapp sieben Quadratkilometern zu den kleineren Nationalparks Costa Ricas gehört, zählt er zu den artenreichsten des Landes. Riesige Leguane sonnen sich auf Ästen, das markante Brüllen der Affen hallt durch den Dschungel, Kapuzineräffchen springen neugierig durchs Unterholz, und mit etwas Glück ziehen Tukane oder leuchtend rote Aras über die Baumkronen.
Auch hier begegnet man dem heimlichen Star Costa Ricas – das Faultier. Gemächlich hängt es hoch oben in den Bäumen – unbeeindruckt von der Hektik der Welt und den Touristen.
Ein wahrhaft tropisches Paradies. Oder, wie die Ticos sagen würden: Pura Vida.

- Ein Winzling groß in Szene: Der Rotaugenlaubfrosch ist nur etwa 60 bis 80 Millimeter groß. Zum Schlafen legt er seine Beine eng an den Rumpf, schließt die Augen, seine abschreckende Färbung ist dann nicht mehr sichtbar. So ist auf einem grünen Blatt perfekt getarnt
- Kolibris sind fast überall unterwegs und lassen sich gut beobachten, wie sie im ‚Standflug‘ Blüten anfliegen
- Auf der Straße von Puntarenas – die Sonne brennt vom Himmel
- Vom Großsegler ins Zweier-Kajak: Der Ausflug durch die Lagune der Hafenstadt Golfito am Pazifik führt an fast schwarze Sandstrände. In der schwül-tropischen Hitze gedeihen hier Bananen, Orchideen oder Palmen prächtig
Mit der Antriebskraft des Windes
Zwei Nächte später erreichen wir Panama. Vor uns liegt der Coiba-Nationalpark, der seit 2005 zum UNESCO-Welterbe gehört. Große Kreuzfahrtschiffe sucht man hier vergeblich. Sie erhalten keine Genehmigung, in die geschützten Gewässer einzufahren.
Das mehr als 2.500 Quadratkilometer große Schutzgebiet im Golf von Chiriquí umfasst 38 Inseln und zählt zu den wertvollsten Meeresökosystemen Mittelamerikas. Um Flora und Fauna zu schützen, dürfen Besucher nur in kleinen Gruppen an Land gehen oder schnorcheln.
Mit Tenderbooten setzen wir zur Insel Ranchería über. Schon beim Anlegen fühlt es sich an, als wäre man auf einer Postkarte gelandet: puderweißer Sand, hoch aufragende Kokospalmen, exotische Vögel und glasklares Wasser voller Korallen, bunter Fische und Meeresschildkröten. Es ist einer dieser Orte, an denen man am liebsten die Zeit anhalten möchte.
Nicht minder traumhaft präsentiert sich am nächsten Tag die Insel Parida. Unter Palmen baut die Crew ein reichhaltiges Grillbuffet auf, während die Gäste barfuß durch den warmen Sand schlendern oder im türkisfarbenen Wasser baden.
- Postkartenreife Palmenstrände: Die Inseln im Marine Park Golfo de Chiriqui vor Panama sind traumschön – Robinson-Crusoe-Feeling. Die Star Clipper tendert die Gäste zu den Stränden
- Die Star Clipper liegt im Coiba-Nationalpark vor Panama vor Anker. Das 2.500 Quadratkilometer große Schutzgebiet im Golf von Chiriquí umfasst 38 Inseln. Per Tenderboot setzen wir zur Insel Ranchería über – ein Traumtag am anderen Ende der Welt
Über Nacht segeln wir wieder nordwärts. Ein letzter Strandtag erwartet uns auf der Tortuga-Insel. Dazu gehört natürlich auch ein landestypischer Coco Loco – ein Rumcocktail, serviert in einer frischen Kokosnuss. Besonders angetan davon scheinen die neugierigen Wildschweine zu sein, die sich begeistert über das mit Rum getränkte Kokosnussfleisch hermachen.
Nach knapp 620 Seemeilen heißt es schließlich Abschied nehmen. Etwa die Hälfte der Strecke konnte die Star Clipper ausschließlich unter Segeln zurücklegen, erzählt Kapitän Ante Basica. Wie oft der Motor tatsächlich benötigt werde, entscheide allein der Wind. Manchmal, sagt er schmunzelnd, komme das Schiff sogar noch länger ohne Maschinenkraft aus.
Genau das macht für mich den besonderen Reiz dieser Reise aus: entschleunigt, außergewöhnlich und vergleichsweise klimafreundlich. Wer einmal erlebt hat, wie ein Großsegler unter vollen Segeln über den Pazifik gleitet und die Wellen als Einschlafmusik gegen das Kabinenbullauge wie in der Waschmaschine klatschen, wird diesen Moment so schnell nicht vergessen – für mich ein Reisetraum.
Die Reisen fanden auf freundliche Einladung des Costa Rica Tourist Board und der Reederei Star Clippers sowie dem Reiseveranstalter Star Clippers Kreuzfahrten statt.
Info:
Anreise:
Direktflug Frankfurt-San José / Costa Rica z.B. mit Lufthansa ca. 850 Euro www.lufthansa.com
Meine Hoteltipps für eine Selbstfahrer-Rundreise mit Mietwagen:
Laguna Lodge in Tortugero
Arenal Manoa Hot Spring Resorts in La Fortuna
Tenorio Lodge in Bijagua
Olas Verdes Hotel in Nosara
Reitausflug mit Schwimmen im Rio Celeste:
www.riocelestehorsebackride.com
Preisbeispiele:
Organisierte Rundreisen bieten viele Veranstalter an z.B.:
www.gadventures.com oder www.djoser.de
Segelkreuzfahrt:
Neun Nächte Costa Rica und Panama auf der Star Clipper z. B. ab 12. Februar 2028 ab 3.255 Euro p. P. mit Vollverpflegung ohne Getränke.
Zwölf Nächte Costa Rica und Panamakanal auf der Sea Cloud Spirit z.B. ab 28.Januar 2028 ab 10.740 Euro p. P. mit All-Inclusive.
Foto-Credit:
Julia Babilon (20)
Petra Kirsch (19)
- Bye Bye Star Clipper – Costa Rica und Panama war mein zweiter Törn. Zuvor war ich mit dem Großsegler in der Andamanensee vor Thailand und Malaysia. Der dritte Törn folgt in Kürze …stay tuned
- Das Hauptpostamt in San José im neoklassizistischen Stil ist eines der wenigen historischen Gebäude der Stadt.Es liegt auf dem Weg zum Mercado Central. Tipp: Dort in einer kleinen „Soda“ preiswert die landestypische Küche essen und Kaffeebohnen einkaufen



































